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letzte Meldungen:

27.02.2021 - Veränderte Linienführung aufgrund der Bombenentschärfung am Montag, 1. März 2021

Aufgrund der Bombenentschärfung in der Cottbuser Virchowstraße am Montag, 1. März 2021, ergeben sich veränderte Linienführungen der Straßenbahnlinien 1 und 4, sowie einiger Omnibuslinien im Stadtgebiet.


Bis 08:00 Uhr folgen alle Linien ihrem regulären Verlauf.


Von 08:00 bis etwa 11:00 Uhr treten folgende Änderungen in Kraft: Die Straßenbahnlinien 1 und 4 folgen Ihrem regulären Verlauf, jedoch werden die Haltestellen „Stadthalle Puschkinpromenade“ in beiden Richtungen und die Haltestelle Zimmerstraße (stadtauswärts) nicht bedient.

Ab voraussichtlich 11:00 Uhr werden die Evakuierungen im Sperrkreis abgeschlossen sein und der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit den Arbeiten in der Virchowstraße beginnen. Ab diesem Zeitpunkt kommt es zu folgenden zusätzlichen Änderungen: Der Betrieb der Straßenbahnlinie 1 wird bis zum Ende der Arbeiten eingestellt. Die Straßenbahnlinie 4 wird nach Sandow umgeleitet und verkehrt zwischen Sachsendorf und Sandow.


Es wird in Richtung Schmellwitz ein Schienenersatzverkehr EV4 mit Bussen eingerichtet. Dieser wird von der Haltestelle „Stadthalle Rathaus“ über den Altmarkt, Spreeufer und Ewald-Haase-Straße nach Schmellwitz Anger und von dort weiter zur Zuschka geführt. Die Haltestellen „Nordfriedhof“ und „Am Nordrand“ werden nicht bedient. Fahrgäste in Schmellwitz Anger werden gebeten, die Haltestelle „Schmellwitz Anger Feldstraße“ zu nutzen. Der Fahrplan des Ersatzverkehrs der Linie 4 mit allen Unterwegshaltestellen ist unter www.cottbusverkehr.de zu finden.


18.02.2021 - Brandenburger Verkehrsunternehmen erteilen ŠKODA Zuschlag und Auftrag für neue Straßenbahnen

Am 17. Februar 2021 haben die drei Brandenburger Verkehrsunternehmen Cottbusverkehr GmbH, Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH und Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) mbH den Zuschlag für den Bau ihrer neuen Straßenbahnen an den Anbieter ŠKODA Transportation Gruppe erteilt. Damit ist ein langer Prozess einer gemeinsamen Ausschreibung erfolgreich beendet worden.

ŠKODA wird ab 2023 für die drei Verkehrsunternehmen hochmoderne Fahrzeuge liefern. Der Anbieter setzte sich in der europaweiten Ausschreibung mit einem sehr guten Gesamtkonzept durch. Insbesondere die Themen wirtschaftlicher Betrieb, Barrierefreiheit, Raumnutzung, Energieeffizienz und Design wurden in einem hervorragenden Ansatz vereint.

Der Zusammenschluss der drei Verkehrsunternehmen für eine gemeinsame Beschaffung von Straßenbahnen ist bundesweit einzigartig und neu. Bereits 2012 gab es hierzu erste Vorüberlegungen und Machbarkeitsprüfungen der Unternehmen. Die schrittweise Umsetzung konnte ab 2018 begonnen werden, als das Land Brandenburg für dieses gemeinsame Vorgehen bei der Ersatzbeschaffung für die alten TATRA-Straßenbahnen finanzielle Unterstützung zusagte.

Die Geschäftsführer der Unternehmen sind überzeugt, dass dieses einzigartige Projekt den beteiligten Städten maßgeblich helfen wird, die Verkehrswende mit der Straßenbahn als Rückgrat des ÖPNV in den nächsten Jahren zu gestalten.
Gerade die Perspektive der Stärkung der Elektromobilität in Verbindung mit einem gemeinsamen wirtschaftlichen Ansatz der drei Unternehmen erfüllt auch die Erwartungen des Landes Brandenburg für ein innovatives und nachhaltiges Vorgehen in der notwendigen Verkehrswende. Erst durch die Landesförderung wurde die Beschaffung für die Städte finanzierbar und es konnten nun die ersten 24 Bahnen fest bestellt werden. Wird diese Landesförderung, wie im Koalitionsvertrag ausgewiesen, auch über 2022 hinaus fortgeschrieben, können die Unternehmen auch zügig die 21 Optionsfahrzeuge bestellen und damit den Erneuerungsprozess für die 40 Jahre alten TATRA-Straßenbahnen abschließen. Mit der heutigen formellen Zuschlags- und Auftragserteilung startet dieser zweistufige Prozess, der bis 2026 abgeschlossen sein soll.


15.02.2021 - Cottbusverkehr zieht Bilanz

Im Rahmen eines Pressegesprächs am 04.02.2021 hat Geschäftsführer Ralf Thalmann eine erste Bilanz des Jahres 2020 gezogen und einen umfassenden Ausblick auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gegeben.

Während im ersten Quartal 2020 noch steigende Fahrgastzahlen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurden, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des ersten Lockdowns aus dem Frühjahr für Cottbusverkehr in den folgenden Quartalen deutlich spürbar gewesen. Nach verkauften Fahrausweisen ist für die Quartale II bis IV ein Rückgang von jeweils rund 500.000 Fahrgästen zu verzeichnen gewesen. Nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2019 mit rund 11,4 Millionen Fahrgästen, ist die Zahl der beförderten Personen im Jahr 2020 wieder knapp unter die Marke von zehn Millionen gefallen. Um die wirtschaftlichen Schäden infolge des pandemiebedingten Rückgangs zu kompensieren, hat Cottbusverkehr gemeinsam mit den Aufgabenträgern Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße aus dem ÖPNV-Rettungsschirm rund 2,4 Millionen Euro abgerufen. In Anbetracht der aktuell geltenden Maßnahmen zur Pandemiebewältigung und der unklaren Laufzeit der notwendigen Einschränkungen, geht Cottbusverkehr-Geschäftsführer Ralf Thalmann davon aus, dass auch für das Jahr 2021 ein Rettungsschirm für den ÖPNV notwendig sein wird. Der Geschäftsführer hofft in diesem Zusammenhang, dass sich der Bund und die Länder zeitnah diesem Thema annehmen, um für die Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger verlässliche Planungen zu ermöglichen.

Die auf etwa 5,6 Prozent gestiegene Quote von Fahrgästen, denen ein erhöhtes Beförderungsentgelt in Rechnung gestellt wurde (Vorjahr: 4,1 Prozent „Schwarzfahrer“), betrachtet Geschäftsführer Ralf Thalmann als alarmierend. Die hohen Zahlen verdeutlichen einmal mehr die Notwendigkeit häufiger Kontrollen und die Fortführung der guten Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Ordnungsamt diesbezüglich.

Sehr erfreulich sind die gestiegenen Fahrgastzahlen der Parkeisenbahn. Obwohl viele der beliebten Sonderfahrten und Feste ausfallen mussten und der Fahrbetrieb erst mit einem Monat Verzögerung aufgenommen wurde, konnten insgesamt 39.708 Fahrgäste begrüßt werden (Vorjahr: 37.933).

Im Jahr 2021 arbeitet Cottbusverkehr mit einer Vielzahl von Projekten an der Gestaltung des zukünftigen ÖPNV in der Region. Geschäftsführer Ralf Thalmann betrachtet den öffentlichen Nahverkehr aus wichtigen Baustein zur Strukturentwicklung.

Insbesondere bei den Untersuchungen zum Netzausbau spielen die Strukturwandelprojekte eine wichtige Rolle. Die Entwicklung im Umfeld der BTU/ TIP, des Carl-Thiem-Klinikums, des Cottbuser Ostsees und der Neubau des Lausitz Parks finden in den Untersuchungen Berücksichtigung. Das von Cottbusverkehr beauftragte Planungsbüro VCDB erarbeitet derzeit als Grundlage ein umfassendes Verkehrsmodell für die Stadt Cottbus. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Fachbereichen der Stadtverwaltung Cottbus, damit alle geplanten zukünftigen Entwicklungen berücksichtigt werden können. Aus diesem Modell werden für die einzelnen Betrachtungsszenarien verschiedene Varianten erarbeitet, die anschließend hinsichtlich Wirtschaftlich- und Machbarkeit – und damit insbesondere Förderfähigkeit – untersucht werden. Erste Ergebnisse mit verschiedenen Varianten für einzelne Betrachtungsräume werden im Sommer erwartet und dann auch vorgestellt.

Parallel zu den Untersuchungen zum Netzausbau setzt sich Cottbusverkehr dafür ein, dass die Erneuerung des Straßenbahnfuhrparks neben den bisher feststehenden sieben neuen Bahnen (Inbetriebnahme voraussichtlich Anfang 2024), um die 13 Optionsstraßenbahnen erweitert wird. In Anbetracht des hohen Alters der durchschnittlich 35 Jahre alten Tatra-Bahnen im aktuellen Fuhrpark, ist das Sichern der 13 weiteren Bahnen für Geschäftsführer Ralf Thalmann zwingend notwendig. Die Frist zum Auslösen der Bestellung endet am 31. Januar 2022. Da weder die Kommunen noch die Verkehrsunternehmen die Finanzierung alleine sicherstellen können, fordert Ralf Thalmann an dieser Stelle eine umfassende Unterstützung des Landes als klares Bekenntnis zum umweltfreundlichen Verkehrsträger Straßenbahn.

Fortschritte können bei der Umstellung der Omnibusflotte auf klimafreundliche Brennstoffzellenantriebe verzeichnet werden. Der Bau einer öffentlichen Wasserstofftankstelle am Betriebshof als Gemeinschaftsprojekt mit der LEAG konnte in den vergangenen Monaten im Rahmen des Werkstattprozesses der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) weiter qualifiziert werden. Bis zum Ende des ersten Quartals 2021 wird eine finale Entscheidung zur Bewilligung einer Förderung dieses Strukturwandelprojekts erwartet. Die Inbetriebnahme der Tankstelle und der ersten beiden Wasserstoffbusse ist für den Sommer 2022 geplant.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Forschungsprojektes MaaS L.A.B.S. wird Cottbusverkehr auf drei Buslinien einen Bedarfsverkehr einführen und testen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den öffentlichen Nahverkehr für die Fahrgäste flexibler, und damit auch attraktiver zu gestalten. Dafür soll im ersten Schritt auf drei Linien (Rufbuslinie 18 sowie den Nachtbuslinien 2N und 3N) ein bedarfsorientierter Korridorverkehr mit virtuellen Haltestellen eingerichtet werden. Künftig werden die Busse nicht mehr ausschließlich nach festem Fahrplan fahren und an fixen Haltestellen halten, sondern nach dem von den Fahrgästen gemeldeten Bedarf: Die Fahrgäste melden ihren Start- und Zielpunkt sowie die gewünschte Abfahrts- oder Ankunftszeit und der Bus bedient dann Ihren Fahrtwunsch. Der erste Praxistest soll voraussichtlich Ende des Jahres 2021 beginnen.

Um das Angebot noch vor seiner Einführung den Anforderungen der Cottbuserinnen und Cottbuser anpassen zu können, bitten die Technische Hochschule Wildau und Cottbusverkehr alle Interessierten, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen. Anhand der hier gewonnenen Daten kann ein möglichst passgenaues Angebot zum Start des Praxistests generiert werden.

Den Link zur Umfrage finden Interessierte unter www.cottbusverkehr.de/umfrage

Quelle: Cottbusverkehr